Samstag, 7. Mai 2011
Laufen ohne Ziel, oder: Spaziergänge
Ich gehe gern spazieren. Vor allem im Frühing. Nur denke ich, ich habe kein Spaziergängergen. Wenn ich laufe, laufe ich viel zu schnell, wenn ich langsam laufe werde ich hektisch. Warum? Ich weiß es nicht. Das Gefühl möglichst bald ankommen zu müssen, ich habe immer noch den Stress im Nacken. Der Gedanke an die Hausaufgaben, Mathe, welche ich immer auf den letzten Drücker mache. Die Arbeit morgen. All das schweift mir durch den Kopf. In so fern laufe ich einfach so schnell, wie mein Kopf es halt nun mal will, mein Gewissen. Aber ich laufe weit. Hier noch mal die Straße abbiegen, da noch mal rum. Wo bist du hier eigentlich gelandet? Einmal um die Ecke und da ist schon wieder ein bekanntes Haus. Mir schweifen dann Ideen durch den Kopf oder Erinnerungen, ich lebe manche Szenen wieder und wieder durch und mache natürlich alles besser als ich es damals gemacht habe. Oder ich überlege mir Geschichten, mir fällt ein Charakter ein, der unbedingt in meiner nächsten Geschichte da sein muss. Manchmal in der S-Bahn, wenn ich ein Ziel habe, schaue ich mir die Leute um mich herum an, und lasse sie alle einen Roman spielen. Das ist die verlorene Prinzessin, das ihr Prinz und natürlich der Wiedersacher. Oft vergesse ich beim Spaziergehen leider meine Kamera, manchmal freue ich mich dann sogar, denn seit ich es einmal in einem Buch gelesen habe, ist es so, dass in der Erinnerung immer erst die Photos ins Auge springen, das finde ich schade. Das schönste behält man in Erinnerung.
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Hey, Fotos sind doch schön. Nein, eigendlich hast du ja recht mit den Erinnerungen, aber ohne Fotos würden manche Erinnerungen verschwinden, weil man sich nicht mehr daran erinnert, aber wenn man ein Foto sieht dann weiß man:aah, das war ja da und da hab ich ja das und das gemacht:)Aber die aller schönsten Erinnerungen bleiben,auch ohne Fotos, sind sie deshalb auch so wertvoll?
AntwortenLöschenWenn dir etwas so wichtig ist brauchst du gar kein Photo!
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